Sieben Buch-Krankheiten

Geschrieben von Dr. Books am 11. November 2009 | Abgelegt unter Leser fragen, Dr. Books antwortet

R.V. aus W. fragt: Können Bücher irre machen? – Antwort: Ob es tatsächlich die Bücher sind, die manchem Buchliebhaber die Nerven rauben oder ob von vornherein eine Disposition für wundersames Verhalten vorliegt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall kennt die spezialisierte Medizingeschichte Neurosen, die aus dem Umgang mit Büchern resultieren. Dies sind sieben Zwangscharaktere:

• Biblioklast (von griech. klastein = zerbrechen): jemand, der besessen ist vom Wunsch Bücher zu zerstören.
• Bibliopath (von griech. pathos = Leiden): jemand, den Bücher krank machen.
• Bibliophag (von griech. phagein = essen): jemand, der Bücher “frisst” bzw. buchstäblich verschlingt.
• Bibliophobe (von griech. phobos = Angst): jemand, der Angst vor Büchern hat.
• Biblioskop (von griech. skopein = betrachten): jemand der Bücher durchblättert, ohne zu lesen.
• Bibliotaph (von griech. taphos = Grab): jemand, der zwanghaft seine Bücher versteckt und vor der Welt verbirgt (”wie in einem Grab”).
• Biblioverser (von lat. versus = gegen): jemand, der Bücher zweckentfremdend nutzt.

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